Wir wachten auf, als der Wecker um 08:30 schellte. Wir wollten nämlich um ca. 09:30 los laufen, damit wir rechtzeitig an der Busstation ankommen.
Leider hat sich immer noch keine Taxifahrt ergeben und um diese Uhrzeit scheint es wohl aufgrund des Staus, nahezu unmöglich zu sein, vom Hotel weg zu kommen.
Ein Hotelshuttle oder ein anderer Service wäre hier für die auswertigen Touristen phänomenal. Von dem örtlichen Bus wurde uns im Hotel ebenfalls abgeraten, da man sich darauf nicht verlassen konnte.

Wir verstauten also alles in unseren großen Rucksäcken, checkten schnell aus und schauten ein letztes Mal auf dem Handy nach dem Weg. Dann konnte es auch schon losgehen.
Wir schlängelten uns an den gestauten Autos vorbei und hatten nun einen 1,5 stündigen Weg vor uns. Wir groovten uns langsam ein und das Laufen viel uns sogar überraschend einfach. Die Sonne ließ sich ebenfalls mal blicken, damit waren wir direkt positiv gestimmt.
Auf etwa halbem Weg lag das Dorf Brinchang. Hier waren wir wieder etwas mehr in der Zivilisation! Und in der Zivilisation konnten wir auch ein Taxi finden, welches uns für 15 RM zur Bushaltestelle beförderte. Da sagten wir natürlich nicht nein!

Dort angekommen klärten wir alles Wichtige bzgl. unserer Busfahrt ab und hatten noch knapp eine Stunde frei bis die Fahrt losging. Wir wollten also unser überfälliges Frühstück nachholen und begaben uns in ein nahegelegenes Restaurant.
Nini bestellte hier Reis mit Hähnchen mit einer süßen Sauce und ich gebratene Nudeln. Bedauerlicherweise waren meine Nudeln derart scharf, dass ich kaum zwei Gabeln essen konnte, bevor ich aufgab. Ninis Reis war für unseren Geschmack zu süß, er beruhigte aber im Gegenzug meinen brennenden Mund.
Als wir bezahlen wollten, wunderte sich der Koch nur, warum ich nichts gegessen habe. Ich konnte leider nur sagen, dass es mir zu scharf war und ich es leider so nicht essen konnte. Netterweise bot er sofort an etwas neues zu machen und diesmal “not spicy”. Die Küche in Malaysia ist grundlegend jedoch ziemlich indisch angehaucht, daher ist deren “not spicy” für uns immer noch sehr scharf!
Wir bedankten uns also zig mal und sagten nur, dass alles in bester Ordnung ist und er sich nicht nochmal an den Herd stellen musste. Sehr schade, dass es so scharf war – Aber super nett von den Betreibern! Zum Ausgleich mussten wir nicht den vollen Preis bezahlen. Falls jemand mal zufällig in die Nähe kommen sollte und feuerspuckartiges Essen mag, dann können wir das Restaurant trotzdem empfehlen:
Restoran Nasi Kandar Mamu Ismail – Plus Code: F9CH+88 Tanah Rata, Pahang

Die Abfahrt mit unserem Bus war um 12:00 geplant. Der Bus ist jedoch erst um ca. 12:15 eingetroffen – Im Hinblick auf den Stau ist das aber trotzdem ziemlich gut kalkuliert worden! An unserer Station wurde eine kurze Pause eingelegt und um ca. 12:30 ging die gleiche wilde Fahrt, wie bei der Anreise, wieder los. Nur diesesmal in die andere Richtung und bergab! Nini und ich vertrugen die Fahrt relativ gut, ein anderer Passagier, der in der letzten Reihe saß, musste sich schon nach wenigen Minuten das erste mal übergeben. Leider lagen knapp 1,5 Stunden dieser kurvigen Serpentinenfahrt vor uns. Der Kerl hatte also definitiv seine “Time of my life” vor sich!

Nach der 4 stündigen Busfahrt kamen wir endlich in Kuala Lumpur an. Trotz der verspäteten Abfahrt und einigen Staus waren wir trotzdem zeitig an der Haltestelle. Wir holten uns sofort ein Grab und ließen uns vor die Haustüre zum Hotel fahren!

Ohje Grab – wir werden dich jetzt schon vermissen!

Die Rezeption des Hotels befand sich im 11. Stock des Gebäudes. Im G-Tower kommt Nachtclub, Business und Hotel zusammen! Wir checkten also schnell ein und bewunderten, wie stilvoll dieses Hotel doch eingerichtet ist!
Wir machten uns gleich auf die Suche nach unserem nächsten Ziel: Essen – Was für ne Überraschung. Da Kuala Lumpur eine sehr moderne Stadt ist, wie wir dann feststellen konnten, hielten sich Streetfood-Stände sehr in Grenzen. Besonders in unserer direkten Umgebung. Wir steuerten also als erstes Richtung Mall, um uns dort einen Überblick im dortigen Foodcourt zu verschaffen.
Auf dem Weg dorthin konnten wir bereits wunderschöne Wolkenkratzer und modernste Architektur bewundern, unter anderem auch die Petronas Twin Towers.
Kurz bevor wir an der Mall ankamen, sahen wir noch ein chinesisches Restaurant, welches sehr gut besucht war. Das Ambiente konnte sich sehen lassen, denn der Blick auf den Himmel und die Wolkenkratzer wurde durch kein Dach verdeckt.
Wir bestellten uns wieder humane Portionen. Für Nini gab es Rind mit einer Ingwer-Sauce und für mich Ente mit Reis. Sehr lecker war das Ganze!
Wir steuerten danach direkt zu unserem ursprünglichen Ziel – Der Pavillon Mall. Nini hatte noch den Wunsch, dass wir Coldstone (einem Eisladen) noch einen Besuch abstatteten. Wir deckten uns mir leckerem Eis ein und waren somit auch gestärkt für den Rückweg zum Hotel.

Auch wenn wir heute nur ein paar Kilometer mit unserem Rucksack zurück gelegt haben, merkten wir es in den Beinen. Eine heiße Dusche entspannte unsere Muskeln und bereitete uns für das gemütliche Bett vor!

Gute Nacht du modernes Kuala Lumpur ☺

Korrigiert by Nini