Unser Tag startete im Blanket Hotel. Wir bekamen zum Frühstück unser gestern ausgewähltes Essen. Es setzte sich wie ein Baukasten zusammen. BBQ Pork auf Steamed Rice und dazu gab es drei kleine Plastiktütchen. Eine würzige Sauce (Vermutlich der Sud des Schweins) eine Ingwerbrühe und Chillisauce. Nini und ich verzichteten sehr dankend auf das Tütchen mit den Chilis und mischten alles andere in dem kleinen Töpfchen zusammen. Es war unglaublich lecker und falls wir das noch einmal auf einer anderen Karte finden, bestellen wir es auch!
Danach war es fast schon wieder Zeit abzureisen. Vorher vollendeten wir noch zwei ausstehende Blogeinträge, anschließend packten wir unsere sieben Sachen.

Wir checkten aus und ließen uns von den netten Mitarbeiterinnen an der Rezeption ein Grab-Taxi rufen, da dieses für unsere ausstehende Fahrt billiger als ein normales Taxi ist. Grab kann man wohl am ehesten mit Uber vergleichen.
Wir zahlten so für die knapp einstündige Fahrt 704 Baht.

Und nun kommt das aller Beste: Das Wort “Phuket” in thailändischer Schrift sieht aus wie das Wort Nina. Und Phuket steht natürlich auf jedem Kennzeichen in der Stadt!

Am Pier mussten wir jeweils noch 10 Baht Eintritt bezahlen, anschließend konnten wir direkt unsere vorab gebuchten Tickets für das Speedboat abholen.
Nach knapp einstündiger Wartezeit stiegen wir ins Speedboat ein und rauschten binnen 30 Minuten nach Koh Yao Yai. Als wir dort waren fanden wir glücklicherweise eine Drei-köpfige Familie, die in das gleiche Resort musste wie wir. Somit konnten wir uns den Fahrpreis aufteilen. Leider haben wir auch durch diese Fahrt unser letztes Geld aufgebraucht. Wir hatten, nachdem wir angekommen waren, noch genau 4 Baht in der Tasche.

Wir checkten ein, bekamen ein Willkommensgetränk und klärten die wichtigsten Angelegenheiten, wie zum Beispiel wo der nächste ATM ist. Um überleben zu können mussten wir also zum nächsten ATM, welcher aber leider eine 15 minütige Autofahrt entfernt ist. Das könnte noch eine Herausforderung werden… 😉

Zum Titel: Den Titel haben wir ganz bewusst so gewählt. Einige von euch kennen diesen Film sogar. Und genauso ist es hier auch – nur ganz anders!
Es ist alles wunderhübsch gestaltet, die kleinen Häuschen mit den Außenbereichen, einer offenen Dusche und den Strohdächern! Mitten an der Küste der kleinen Insel haben sie hier ein ganzes Dorf erschaffen.
Und passend zu den aktuellen Temperaturen (33°C) ist alles weihnachtlich dekoriert egal wohin das Auge reicht.

Es gab erneut einen fabelhaften Infinity Pool mit traumhafter Aussicht aufs Meer und die dortigen kleinen “Inseln “, wenn man diese schon so nennen darf. Auf Google Maps sind sie sogar unter Ko Luk Ko und Ko Rang Nok zu finden. Wir verbrachten unseren Nachmittag wieder am Pool, stets mit der Sorge im Hinterkopf, dass wir nur noch wenige Baht besaßen!
Um das zu ändern beschloss ich, dass ich mich auf den Weg zum nächsten ATM machte und Nini weiter Sonne am Pool tanken konnte. Dieser war gut 30 Minuten zu Fuß entfernt, also schnappte ich mir meine Kamera und machte mich auf den Weg zum ATM.

Auf dem Weg habe ich viel gesehen! Kleine Straßenläden, Tiere, welche fast bei jedem Haushalt zu finden waren und auch eine moderne Schule, die an diesem Tag eine Aufführung hatte.

Ich bin nun endlich verschwitzt am ATM angekommen, um dann festzustellen, dass dieser kein Geld mehr hat und außer Betrieb ist.. 🤦 Oh man!
Ich hielt also Rücksprache mit Nini bezüglich unserer nächsten Optionen:
• Zurück kommen ohne Geld
• Weiter laufen (Es war jedoch schon 18:30 Uhr)
• Weinen
• Mit den Mitarbeitern vom Einkaufsladen neben dem ATM reden

Option 1 wäre wahrscheinlich das schlauste und sicherste gewesen, das Geld hätten wir sicherlich auch später besorgen können!
Dennoch entschied ich mich vorerst für Option 4 und sprach mit den Mitarbeiterinnen des Geschäfts. Vielleicht konnten sie mir ja weiter helfen und mir ein Taxi besorgen, welches ich nach dem ATM Besuch bezahlen würde.
Ich versuchte meinen Situation zu erklären, während die drei Frauen unter sich kicherten und versuchten mir zu folgen. Eine bot mir an, Geld aus ihrem Geldbeutel zu geben und ich bezahle es mit einem thailändischen PayPal-Klon. Wäre für mich kein Problem gewesen, nur schafften wir es nicht die App auf mein Handy zu bekommen.

Auf einmal sagte sie, dass ich einfach den Roller da draußen nehmen kann und damit zum 7eleven fahren soll, wo sich der ATM befand. Ich guckte erst etwas unglaubwürdig und als ich nach draußen lief, zeigte mir schon eine weitere Mitarbeiterin, dass der Schlüssel steckte und ich einfach losfahren soll🙈 Kein Name, Kein Ausweis, ich musste nichts hinterlegen, sondern bekam einfach so den Roller!

Ich konnte mein Glück kaum fassen und da alles so schnell ging, konnte ich Nini nicht rechtzeitig über die guten Neuigkeiten aufklären. Das holte ich jedoch direkt am ATM nach!

Ich hob 3200 Baht für uns ab und holte die notwendigsten Sachen, wie Chips und Getränke, aus dem 7eleven. Dann machte ich mich schnell wieder auf den Weg zurück zu den Thailänderinnen. Sie lachten schon als ich wieder kam und gerade als ich mich mit 200 Baht bedanken wollte, fragten sie mich ob ich nun wieder zurück laufen würde, da es mittlerweile schon dunkel war.
Ich stimmte zu und wollte mich schon auf den Weg machen, da boten sie mir an mich zurück zum Koh Yao Yai Village zu fahren. Ich schaute mich noch einmal um und da es wirklich schon dunkel war, mein Magen grummelte und Nini auf mich wartete, stimmte ich zu.

Wir fuhren also schnell zu zweit zum Resort, ich bedankte mich herzlich und bestand darauf, dass sie die 200 Baht als Lohn annahm!

Nach wenigen Minuten war ich also wieder, mit genug Geld, zurück an unserer kleinen Hütte! Noch immer sprachlos davon, wie viel Glück ich eigentlich gerade hatte. Das alles hat uns nur erneut bestätigt, wie nett und hilfsbereit die Thailänder hier sind 😊

Nini hatte die warme Dusche schon hinter sich, ich durfte das ganze jetzt noch genießen!

Wir machten uns schnell fertig, damit wir gleich ins hoteleigene Restaurant, namens Kayee, direkt am Pool gehen konnten. Wir verhungerten nämlich bereits!

Wir ließen also unseren Abend im Restaurant mit entspannter Atmosphäre ausklingen. Zu Essen gab es bei Nini Pad Thai und ich hatte eine Kokossuppe. Als Nachspeise teilten wir uns eine Portion Sticky Mango Rice! Sehr yummy 😍

Wir beeilten uns schnell ins Häuschen zu kommen, um ausreichend zu schlafen, da wir morgen zur goldenen Stunde aufstehen wollten, um ein paar Fotos zu schießen!

Im Bett entspannten wir noch, öffneten unseren Moskitoschutz vom Bett uuuunnnnddd ich habs geschafft Pepsi auf meiner ganzen Betthälfte zu verschütten, während ich Bilder angeschaut habe 🤦 Na ganz toll, meine Hälfte der Decke war unbrauchbar von Pepsi durchtränkt. Nini kriegte sich nicht mehr vor lachen und ich versuchte nur das schlimmste zu verhindern. Dafür konnte ich ganz gut mit meinem riesigen Poolhandtuch schlafen 😂

Korrigiert by Nini