Donnerstag

Begonnen hat die Reise effektiv bereits am Donnerstag. Ich musste noch unser Auto (Platzwunder!) für die Reise abholen, meine Haare auf eine pflegeleichte Länge beim Frisör kürzen lassen, einen Fahrradträger abholen und die wichtigsten Sachen zum Überleben beim Campen zusammenpacken.
Spät Abends kam ich mit (fast) vollgepacktem Auto Zuhause an und wir haben die restlichen Taschen ins Auto geladen. Leider musste der zuvor eingeplante Pavillon dann doch noch Zuhause bleiben 😜.

Freitag

Da wir um 04:00 Uhr Nachts losfahren wollten schellte unser Wecker gegen 03:15 Uhr. Wir haben uns für die Fahrt fertig gemacht und sind (überraschenderweise) ziemlich pünktlich los gekommen. Das Navi plante mit einer Fahrzeit von ca. 7 Stunden bis wir am Campingplatz waren. Die Fahrt lief sehr geschmeidig ab, es war zum Glück meistens nicht viel auf den Straßen los. Am Karawankentunnel standen wir Schätzungsweise eine Stunde im Stau, das haben wir aber vorher bereits eingeplant. Eine Weitere Stunde ging für mehrere kleine Pausen und unser Frühstück im McDonalds drauf.

OffTopic: Die slowenische Vignette kann man auch nach dem Karawankentunnel direkt an der ersten Tankstelle kaufen 😂 Uns ist nämlich leider erst in der Schlange vom Karawankentunnel ganz klar geworden, dass wir eine Vignette benötigen aber noch keine hatten 😰 In dem dortigen Asfinag-Gebäude konnten unsere Bedenken dann aber schnell aus der Welt geschafft werden.

Wir sind also fast exakt um 13:00 Uhr in Stoja angekommen und haben uns direkt an der Rezeption angemeldet. Wir hatten vorher bereits einen Platz gebucht, welcher in Meer- bzw. Strandnähe sein sollte. Bevor wir mit unserem Auto in den Campingplatz durften, mussten wir uns zu Fuß für einen der Plätze entscheiden und die Nummer an der Rezeption melden. Dank Corona hatten wir die Qual der Wahl, da verhältnismäßig relativ viele Plätze frei waren. Wir entschieden uns für ein Platz mit vielen anliegenden Bäumen um unsere Planen, Schnüre und die Wäscheleine spannen zu können.

Wir holten anschließend also unser Auto und machten uns auf dem Platz breit. Das fünf Mann Zelt haben wir zielstrebig in knapp 20 Minuten aufgebaut. Die Hitze hatte uns aber auch ziemlich unter Druck gesetzt! Wir breiteten unsere Matten für den Boden aus und fingen an die wichtigsten Dinge bereits aus dem Auto zu räumen. Nach über zwei Stunden harter Arbeit hatten wir uns die Abkühlung im Meerwasser reichlich verdient!

Der Weg zum Meer ist wirklich sehr kurz! Wir können es von unserem Platz aus direkt sehen und müssen nur knapp 50 Meter laufen – perfekt also! Die nächste Zeit haben wir damit verbracht ein wenig zu entspannen und braun zu werden 😊
Im Wasser ist uns direkt aufgefallen, dass es ziemlich viele Quallen gibt. Diese nennen sich Meerwalnuss und sind zum glück völlig ungiftig. Eigentlich sind es nur kleine glibbrige durchsichtige Tierchen, die sich einfach nur im Wasser treiben lassen.

Am Ende des ersten Tages bahnte sich leider schon direkt ein kleiner “Sturm” an. Wir mussten aber noch unsere Plane über das Zelt spannen um auch auf längere Zeit gegen den Regen geschützt zu sein. Das erwies sich mit dem starken Wind aber als ziemliche Herausforderung. Kaum waren wir fertig mit der Planen spannen, lies das ganze langsam nach und alles blieb zum Glück noch trocken. Wir hatten somit aber schonmal vorgesorgt für die nächsten Gewitter.

Den ersten Tag ließen wir noch entspannt ausklingen, besorgten ein paar Kleinigkeiten in dem Supermarkt des Camping Platzes und machten uns Nudeln mit Pesto plus Tomate/Gurke Salat.

Samstag

Es gab heute ein super Frühstück mit Semmeln aus dem Supermarkt, Wurst, Käse und allem was das Herz begehrte. Danach ging es direkt ans Meer und wir verbrachten dort den weiteren Tag mit Sonnen, Lesen und im Wasser abkühlen!

Wir haben die Umgebung noch etwas genauer erkundet und etwas weiter am Steinstrand gab es ein paar kleinere Klippen um ins Wasser zu springen. Die Gelegenheit habe ich sofort genutzt und vielleicht kann ich Nini dazu auch noch überreden 😉 Wir schätzen die Höhe so auf etwa 6 Meter 😊
Hier nahm auch die Anzahl der Quallen etwas ab. Die waren überwiegend nur in dem etwas stilleren Gewässer direkt bei uns

Wir entschieden uns heute etwas früher vom Strand abzuhauen und in das nahegelegene Shopping-Center zu gehen und uns dort umzuschauen. Wir holten uns dort in dem Einkaufsladen noch ein paar Sachen zu Essen, beispielsweise Cevapcici und Schinken. Ein kurzer Abstecher in die Kleidungsläden durfte für Nini aber natürlich nicht fehlen! 😜

Am Abend gab es wieder ein wahres Festmahl mit Nudeln, Pesto und Cevapcici. Dazu wie gestern einen Tomate Gurke Salat! 😜😍

Sonntag

Der Sonntag war dem Vortag sehr ähnlich. Entspannt zusammen frühstücken, direkt danach zum Meer um brownie zu werden! Viel lesen und immer wieder zwischendurch abkühlen.

Auch das Abendessen war wieder ziemlich lecker. Nudeln, Pesto und genau – Cevapcici. Dazu wieder Tomate Gurke Salat 😊

Am Abend wollten wir noch den Sonnenuntergang direkt an den Klippen genießen, wir schnappten uns also unsere Kameras und schossen auch endlich mal ein paar Fotos!

Montag

Der Sonntag hat für mich ausnahmsweise sehr früh begonnen. Die Letzten Tage bin ich vor 9 Uhr nicht aus dem Bett gekommen heute klingelte aber mein Wecker bereits um 6 Uhr. Und zwar wollte ich mich aufs Rad schwingen und ein wenig Sport treiben. Dafür habe ich mir am Vortag bereits einige Routen in Komoot zusammengestellt und mich spontan für eine 52Km Runde entschieden.
Ich machte mich also früh auf den Weg, mit ausrechend Powerriegeln und Getränken für die etwa 2 Std Lange Tour. Leider habe ich mir wohl irgendwo ein Loch in meinen Schlauch vom Vorderreifen gefahren und als ich bemerkte, warum ich immer langsamer vorankomme, war der Reifen auch schon fast komplett platt. Ich hatte zum Glück einen Ersatzschlauch und eine Pumpe dabei aber leider keine Reifenheber… Ich versuchte einige Minuten mein Glück den Schlauch abzuziehen, das war aber zwecklos. Also entschied ich mich dazu den Reifen einfach aufzupumpen und abzuwarten wie weit ich damit kam. Insgesamt hatte ich noch knapp 20Km vor mir, also hoffte ich das beste. Schlussendlich kam ich nach insgesamt drei Mal aufpumpen wieder am Campingplatz an. Bis dato waren nun drei statt den geplanten zwei Stunden vergangen.

Zusammengefasst war es aber eine ziemlich schöne Tour. Teilweise echt anstrengend, da es manchmal sehr lange bergauf ging. Die Straßen waren überwiegen relativ gut Befahrbar und vom Verkehr her hielt es sich auch in Grenzen. Leider gibt es nahe zu keine Radwege in dieser Gegend. Beim nächsten Mal habe ich aber definitiv auch Reifenheber dabei! 😉

Wir frühstückten also nach meiner Rundreise wieder zusammen und begaben uns direkt wieder zum Meer.

Der Rest des Tages hatte leider nicht so perfektes sonniges Wetter zu bieten um sich bräunen zu lassen. Was jedoch nicht heißt, dass es nicht heiß war. Glaubt mir das war es! Die paar Wolken haben die Temperatur immer nur sehr kurz gesenkt.

Wir entschlossen uns also das Wetter zu nutzen und einen kleinen Abstecher nach Pula zu machen. Wir packten die wichtigsten Sachen, also etwas Geld, Handys und unsere Kameras und machten uns direkt auf den Weg.
Auf Google haben wir noch kurzerhand einen Parkplatz in Pula gesucht. Als wir dort waren stellte sich heraus, dass es sich wohl um eine Schule o.ä. handelte. Der Parkplatz war von der Größe aber vergleichbar mit unserem Plärrergelände in Augsburg. Außerdem standen auch schon viele andere Deutsche dort, also war es der perfekte kostenlose Parkplatz für uns! 😊

In Pula hatten wir als einziges Ziel das Amphitheater, der Rest sollte sich dann einfach spontan ergeben. Außerdem wollte ich noch einen Schlauch für mein Fahrrad besorgen, falls mir noch ein weiterer kaputt geht 😉

Unser Weg führte also Richtung Amphitheater, dort hoben wir vom ATM noch 700 Kuna (Ca. 95€) ab, damit wir auch endlich mal Bargeld hatten.

Danach schauten wir uns noch etwas am Hafen um und schlenderten durch die Gassen in der “Arena” – das Zentrum von Pula. Hier erinnert vieles an italienische Städte.

Da die Zeit hier wie im Fluge verging, liefen wir zum Fahrradladen um meinen Schlauch zu besorgen und anschließend suchten wir uns in der “Arena” ein hübsches kleines Restaurant um unser Abendessen direkt hier zu genießen.
Für Nini gab es Spaghetti mit Meeresfrüchten (Juhuuu endlich mal Nudeln!) und für mich gab es einen Burger mit Pommes 🍔🍟

Danach machten wir uns wieder auf den Rückweg zu unserem Auto um zurück zum Campingplatz zu fahren. Laut Wetterbericht erwartete uns nämlich heute Abend noch deutlich schlechteres Wetter als bisher und viel Regen!
Wir bereiteten unser Zelt schonmal auf ein längeres Unwetter vor. Wir versuchten also alle empfindlichen Gegenstände besser zu verräumen, so dass sie nicht mehr am Boden standen. Besonders alle elektronischen Gerätschafen, Ladekabel etc.

Entgegen unserer Erwartung blieb der Abend aber eigentlich relativ Trocken und kaum windig 😊 Also saßen wir im Zelt und machten uns so einen entspannten restlichen Abend 🥰

Dienstag

Der Regen der am gestrigen Tage noch ausgeblieben ist, kam dafür heute runter. Unser Zelt war zum Glück vom Vortag noch ziemlich gut gesichert und wir verlagerten unser Frühstück einfach unter das Vorzelt.

Nun sitzen wir also hier im Zelt, ich habe endlich etwas Zeit den Blog zu schreiben und die Bilder zu bearbeiten und Nini wechselt sich mit schlafen und lesen ab. 😋😴 So konnten wir bereits einige Stunden totschlagen.

Es blieb uns schlussendlich nicht mehr viel übrig als uns ins Auto zu schwingen und einen kleinen Abstecher in die Mall zu machen 😋😎

Dort durchkämmten wir alle Läden die die Mall zu bieten hatte und schauten uns dort bis ins kleinste Detail um. Von einem aufgeräumten Kik-Klon über Kleidungsläden oder auch einem Media Markt Abklatsch war alles im Repertoire. Der Trip endete schließlich wieder im Plodine Supermarkt in dem wir ein paar Snacks, Cevapcici und einige Getränke mitnahmen.

Als wir aus dem Einkaufszentrum fuhren, schien mittlerweile wieder die Sonne und wir konnten unser Abendessen wie an den letzten Tagen draußen zubereiten und genießen. Für Nini gab es heute frisch gekaufte Ramen-Nudeln mit Tomatensalat. Als Vorspeise für uns beide haben wir uns eine Fertig-Zwiebelsuppe gemacht und für mich gab es wieder Nudeln mit Pesto. Dazu selbstverständlich Cevapcici! 😍

Mittwoch

Ich hatte mir überlegt heute vielleicht noch einmal Radeln zu gehen. Leider spielte Vormittags das Wetter kein bisschen mit und wir hatten bis ca. 0930 einen Regenschauer über uns. Sobald das schlechte Wetter vorbei gezogen war, gab es ein klassisches Frühstück mit Semmeln, Wurst und Käse.
Danach machten wir uns trotzdem noch auf an den Strand um trotz des “kühleren” Wetters ein paar Sonnenstunden abzubekommen. Zum Radeln war es zu diesem Zeitpunkt schon zu heiß und die Sonne zu aggressiv.

Heute mussten wir uns zum ersten Mal für den Abend chic machen! Wir duschten uns und es gab Ausnahmsweise etwas Styling für unser Erscheinungsbild und keine Badekleidung oder Jogginghosen. Nein! Sondern richtig hübsche Ausgehklamotten. Denn wir hatten um 19 Uhr eine Verabredung im Piazza Grande Restaurant in Fazana mit einem Azubi-Arbeitskollegen von mir und seinen Eltern. Fazana war knapp 20 Minuten mit dem Auto entfernt. Mit dem Rad habe ich mir den Ort bereits vorher ein wenig angeschaut 😊
Nini und ich schlugen uns dort den Magen mit einem kleinen gemischten Salat und einer wirklich erstklassigen Pizza voll! Wir plauderten einige Stunden über diverse Themen – unter anderem die Arbeit oder unser Lieblingsthema “Corona” 😉
Zwischendurch musste ich einen kurzen Abstecher zu unserem Parkplatz vom Auto machen um noch einmal ein paar Münzen in den Automaten zu werfen. Einen Strafzettel wollten wir hier nämlich nicht riskieren!

Gegen 22:30 machten wir uns wieder auf den Heimweg und nach einer weiteren knapp 20-Minütigen fahrt kamen wir wieder an unserem Campingplatz an. Dort machten wir uns rasch bettfertig und begaben uns in unseren wohlverdienten Schlaf.

Donnerstag

Der Donnerstag begann – wie auch die letzten Tage – angenehm ruhig und das Wetter hatte wieder 30°C und Sonnenschein zu bieten. Die ersten Grundbausteine für einen erfolgreichen Bräunungstag am Strand waren also schon einmal gelegt. Fehlte nur noch ein ausgiebiges Frühstück. Nini machte sich Müsli und ich machte mir Rührei mit Speck 🥓🍳

Danach ging es sofort zum Strand. Ich entschloss mich wieder dazu einen Schattentag einzulegen und bereitete meinen Schattenplatz entsprechend vor. Die Isomatte kam dazu auf dem Baum und spendete praktischen Schatten genau da wo ich ihn brauchte. Nini hat sich wieder in die pure Sonne begeben, das war aber auch bereits zu erahnen 😉 Vorher hatte sie sich natürlich ausreichend eingecremt und somit für den heißen Tag gewappnet.

Gegen 17 Uhr verschlug es uns schon wieder aus Hungergründen zurück zu unserem Zelt. Heute gab es Nudeln mit Carbonara-Sauce und dazu Cevapcici und Tomatensalat 😋 Sehr abwechslungsreich auf jeden Fall!

Danach befasste ich mich noch etwas intensiver mit unserem Blog, damit ihr auch mal was zu lesen habt!

Langsam aber sicher bereiteten wir uns schon wieder aufs Bett vor. Morgen wollte ich noch einmal eine kleine Runde mit dem Fahrrad drehen (diesmal auch mit Reifenheber und einem weiteren Ersatzschlauch! 😂)

Korrigiert by Ninni